Dithmarschen – Land an der Nordsee

Einmalige Kultur- und Naturlandschaft in Schleswig-Holstein

Dithmarschen trägt seinen Ursprung schon im Namen. Die Marsch, heute fruchtbares Ackerland, entstand erst vor rund 2.500 Jahren durch Anlandung und den Rückzug des Meeres. Bis heute ist dieser Prozess nicht abgeschlossen, die Küstenlinie ist in Bewegung – wie so vieles in der Geschichte des weiten Landes zwischen Steinburg und Nordfriesland, ganz im Westen Schleswig-Holsteins.

Nordsee, Eider, Elbe und Nord-Ostsee-Kanal begrenzen den 1.405 Quadratkilometer großen Kreis Dithmarschen, der mit seiner einmaligen Kultur- und Naturlandschaft viele Gäste anzieht, die Erholung und Entspannung suchen. Dithmarschen beheimatet den Nationalpark Wattenmeer und weitere zwölf Naturschutzgebiete – das Geestkliff bei St. Michaelisdonn ist eines davon.

Romantischer Wattspaziergang

Geprägt von Meer und Wind: die Region Dithmarschen


„Wer am Meer leben will, muss im Sturm bestehen!“ Auch wenn diese Worte von einem Rüganer stammen, treffen sie doch umso mehr auf das Leben an der Nordsee zu, die ihre ungestümen und wilden Seiten hat. Marsch, Geest und Kleve verdanken ihre Entstehung der rauen See, dem Wind und den Gezeiten. Die Weihnachtsflut von 1717 und die Sturmflut von 1962 sind tief im Gedächtnis der Dithmarscher verankert. Heute schützen zwei Deichlinien am Meer und an den Flüssen sowie das Eidersperrwerk vor Dammbruch und Sturmflut. Mag der „Blanke Hans“ auch noch so toben, die Dithmarscher haben ihm etwas entgegenzusetzen. Das Land an der Nordsee ist von Kögen, Deichen und Entwässerungskanälen durchzogen und mancher Landstrich liegt sogar unter Normalnull.

Marsch, Geest und Kleve – die Landschaft in Dithmarschen

Die bei Dithmarschern ganz geläufigen Begriffe erzeugen bei vielen Gästen erst einmal ein großes Fragezeichen. Was bedeuten diese Bezeichnungen eigentlich? Gastgeber Jan Peters ist der Ansicht, dass sich die Antworten am besten aus der Luft erschließen. Gemeinsam mit seinen Gästen geht es über die Marsch, das flache Land, das der Nordsee abgetrotzt wurde. Dann rückt im Sportflugzeug der Kleve in den Blick – die Steilhänge, an denen die Flut Jahrtausende lang nagte. Heute stehen sie mitten im Land – als Zeugen der erdgeschichtlichen Vergangenheit. Kleve sind die Abbruchkanten der Geest, des sandigen Innenlandes. Das Meer riss tiefe Gräben in die Geest, als Landspitzen ragt der Donn in die Marsch. Jetzt kennen Sie auch den Ursprung des Namens St. Michaelisdonn!

Ja, ich will mehr über St. Michaelisdonn und das Klev erfahren!

Vielfältige Flora und Fauna

an Küste und im Land Dithmarschen

Während die Marsch fruchtbares Ackerland bereithält, das Dithmarschen seit dem 19. Jahrhundert zum größten Kohlanbaugebiet Europas werden ließ, ist die sandige Geest eher karg. Hier befanden sich ursprünglich viele Eichen- und Mischwälder, die nach landwirtschaftlicher Nutzung heute in weitläufige Heidegebiete verwandelt sind. Moore, Heiden und Nieder-wälder prägen vor allem die Naturschutzgebiete. Die verschiedenen Landschafts- und Klimabedingungen bieten Hunderten von Pflanzen- und Tierarten eine sichere Zuflucht. Eine Besonderheit stellt der im Jahr 1985 gegründete Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer dar, das seit 2009 zum UNESCO Weltnaturerbe zählt. Zahlreiche Vögel, Robben, Fische und Schweinswale sowie seltene Pflanzen können hier beobachtet werden.

Erfahren Sie mehr über den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer!

Tradition und Tourismus: die Ferienregion Dithmarschen

Dithmarschen ist ein stolzes Land. Über viele Jahrhunderte adelsfreies Bauernland, gestärkt im Trotz gegen die Nordsee, mit vielen liebenswürdigen Traditionen und der einmaligen Landschaft, ist Dithmarschen heute eine überaus beliebte Ferienregion. Zahlreiche überlieferte Bräuche wie das Roland- und Ringreiten, Kindervogelschießen und Boßeln, haben sich bis heute erhalten. Für heutige Geschmäcker verfeinerte traditionelle Speisen sind ebenso beliebt wie das Dithmarscher Pilsener der Brauerei Hintz in Marne. 

Der moderne Alltag ist vor allem in den Windenergieanlagen erkennbar, der Tourismus ist von sanfter Art. Radfahren, Ausflüge in die Küstenstädte Büsum und Friedrichskoog, Golfspielen oder Wattwandern – in Dithmarschen ist die Natur der eigentliche Star. Bis in die 1960er Jahre war Plattdeutsch die allgemeine Umgangssprache. Nehmen Sie sich in Ihrem Urlaub im Landhaus Gardels viel Zeit zum „Schnacken“ und Entspannen! Ihre Zimmerreservierung können Sie jetzt bequem online absenden.